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Tullnerbach, 4. April 2025 (aiz.info)

Virtual-Reality-Brille ermöglicht einen Blick auf die Welt aus Pferdesicht

Innovative Pferdebrille an Fachschule Tullnerbach im Praxiseinsatz

An der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Tullnerbach (NÖ) können die Schülerinnen und Schüler der Fachrichtung „Pferdewirtschaft“ seit Kurzem eine sogenannte Pferdebrille bei der Ausbildung verwenden. Dies ermöglicht dem Menschen die Umgebung mit den Augen eines Pferdes zu sehen, was für mehr Verständnis und Einfühlungsvermögen im Umgang mit den Einhufern sorgt. Beim Einsatz der neuen Virtual-Reality-Brille wird intensiv zwischen der LFS Tullnerbach und der NÖ Landwirtschaftskammer (LK) zusammengearbeitet, um das Know-how in der Weiterbildung fachgerecht weitergeben zu können.
 
„Der technische Fortschritt macht auch vor der Pferdewirtschaft nicht Halt, wie die neue Pferdebrille zeigt. Sie gewährt faszinierende Einblicke in die Welt der Pferde, was für mehr Tierwohl und Sicherheit sorgt“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. „Ein Blick durch die Virtual-Reality-Brille zeigt, dass deutliche Unterschiede zum menschlichen Sehvermögen bestehen. Dies kommt den jungen Reiterinnen und Reitern bei der Ausbildung an der Fachschule Tullnerbach zugute, die somit mehr Verständnis für das Verhalten der Pferde erlangen“, so Teschl-Hofmeister.
 
„Als Ausbildungszentrum für Pferdewirtschaft sind wir bestrebt, stehts am Puls der Zeit bei den neuen Entwicklungen zu bleiben. Die Pferdebrille ist ein gutes Beispiel, wie technische Innovationen auch im Unterricht eingesetzt werden können“, betont Direktorin Rosina Neuhold. „Dabei ist besonders die gute Zusammenarbeit mit der NÖ Landwirtschaftskammer hervorzuheben. Beim Projekt mit der Pferdebrille wird das neue Know-how in der Praxis angewandt und kommt unseren Schülerinnen und Schülern zugute“, so Neuhold.
 
„Da Pferde Fluchttiere sind, haben sie einen 330-Grad-Blick und können selbst in großer Ferne kleinste Bewegungen wahrnehmen. Die Rundsicht hat aber den Nachteil, dass in der Nähe die Sehschärfe leidet und nur schwer fokussiert werden kann“, informiert LK NÖ-Pferdereferentin Viktoria Egger. „Zwar sehen sie in der Dämmerung deutlich besser als der Mensch, allerdings braucht das Pferdeauge beim Betreten einer schummrigen Halle weitaus länger, um sich auf die dunklere Umgebung einzustellen. Zudem sind Pferde rot-grün-blind. Diese Unterschiede zum menschlichen Sehvermögen, macht die Pferdebrille deutlich und stärkt somit das Bewusstsein für die Wahrnehmung der Einhufer“, so Pferde-Expertin Egger.
 
Ab Mitte Mai 2025 wird ein Seminar, bestehend aus einem Theorievortrag und einem praktischen Teil, zum Einsatz der Pferdebrille von der NÖ Landwirtschaftskammer (www.noe.lko.at) angeboten. (Schluss)
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