Forderung nach Entlastung: Landwirtschaft drängt auf Agrardiesel-Rückvergütung
Steigende Energie- und Betriebsmittelkosten verschärfen die Lage der bäuerlichen Betriebe
In Anbetracht massiv steigender Kosten für Betriebsmittel und Energie fordern die Spitzenvertreter der österreichischen Landwirtschaft eine rasche finanzielle Entlastung für die heimischen bäuerlichen Betriebe. Im Zentrum der Debatte stehen die Wiedereinführung einer Agrardiesel-Vergütung sowie ein wirksamer Energiekostenausgleich, um die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft langfristig abzusichern.
LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger untermauert angesichts der prekären, durch den Nahost-Konflikt verschärften Kostensituation einmal mehr seine Forderung nach einer Entlastung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe: "Um die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung dauerhaft gewährleisten zu können, braucht es dringend eine Kostenentlastung im Treibstoff-, Energie- und Düngerbereich. Insbesondere die Benachteiligung unserer heimischen Betriebe bei der Treibstoffbesteuerung in der Land- und Forstwirtschaft gehört dringend aus der Welt geschafft! Wir brauchen auf den offenen europäischen Märkten wieder mehr Wettbewerbsfairness."
In die gleiche Kerbe schlägt Bauernbund-Präsident Georg Strasser: "Wir stehen klar hinter der Forderung von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig nach einer erneuten Agrardiesel-Vergütung beziehungsweise einem wirksamen Energiekostenausgleich für die heimische Landwirtschaft. Die aktuellen Entwicklungen zeigen einmal mehr, wie stark unsere bäuerlichen Familienbetriebe von stabilen Energiepreisen abhängig sind. Gerade jetzt in der arbeitsintensiven Frühjahrsphase treffen steigende Dieselpreise und höhere Düngemittelkosten die Betriebe mit voller Wucht. Wer Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln will, muss jetzt rasch gezielte und längerfristig wirksame Entlastungen für die Landwirtschaft auf den Weg bringen."
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig drängt vor diesem Hintergrund auf ein Entlastungsmodell, das die kleinstrukturierten Betriebe im EU-Vergleich absichert. Da der Preis für Agrardiesel in Österreich der zweithöchste in der EU ist, sieht der Minister dringenden Handlungsbedarf. Er schlägt hierfür ein Pauschalmodell für den Energiekostenausgleich vor, das Effizienz und Sparsamkeit belohnt und im Zuge der kommenden Budgetverhandlungen für die Jahre 2027/28 konkretisiert werden soll.
Die aktuelle Debatte steht im Kontext einer massiven Preisdynamik: Seit Beginn des Iran-Kriegs ist der Dieselpreis an den heimischen Tankstellen um rund 60 Cent auf 2,18 Euro je Liter gestiegen. Das Landwirtschaftsministerium verweist auf den EU-Schnitt der Agrardiesel-Vergütung von 31 Cent, um die heimische Produktion gegenüber dem Ausland konkurrenzfähig zu halten. Zusätzlich zur nationalen Entlastung fordert Totschnig auf EU-Ebene ein rasches Handeln bei den Düngemittelpreisen, etwa durch ein temporäres Aussetzen der CO2-Grenzsteuer, da die Blockade der Straße von Hormuz die weltweite Versorgung massiv beeinträchtigt. (Schluss)
LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger untermauert angesichts der prekären, durch den Nahost-Konflikt verschärften Kostensituation einmal mehr seine Forderung nach einer Entlastung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe: "Um die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung dauerhaft gewährleisten zu können, braucht es dringend eine Kostenentlastung im Treibstoff-, Energie- und Düngerbereich. Insbesondere die Benachteiligung unserer heimischen Betriebe bei der Treibstoffbesteuerung in der Land- und Forstwirtschaft gehört dringend aus der Welt geschafft! Wir brauchen auf den offenen europäischen Märkten wieder mehr Wettbewerbsfairness."
In die gleiche Kerbe schlägt Bauernbund-Präsident Georg Strasser: "Wir stehen klar hinter der Forderung von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig nach einer erneuten Agrardiesel-Vergütung beziehungsweise einem wirksamen Energiekostenausgleich für die heimische Landwirtschaft. Die aktuellen Entwicklungen zeigen einmal mehr, wie stark unsere bäuerlichen Familienbetriebe von stabilen Energiepreisen abhängig sind. Gerade jetzt in der arbeitsintensiven Frühjahrsphase treffen steigende Dieselpreise und höhere Düngemittelkosten die Betriebe mit voller Wucht. Wer Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln will, muss jetzt rasch gezielte und längerfristig wirksame Entlastungen für die Landwirtschaft auf den Weg bringen."
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig drängt vor diesem Hintergrund auf ein Entlastungsmodell, das die kleinstrukturierten Betriebe im EU-Vergleich absichert. Da der Preis für Agrardiesel in Österreich der zweithöchste in der EU ist, sieht der Minister dringenden Handlungsbedarf. Er schlägt hierfür ein Pauschalmodell für den Energiekostenausgleich vor, das Effizienz und Sparsamkeit belohnt und im Zuge der kommenden Budgetverhandlungen für die Jahre 2027/28 konkretisiert werden soll.
Die aktuelle Debatte steht im Kontext einer massiven Preisdynamik: Seit Beginn des Iran-Kriegs ist der Dieselpreis an den heimischen Tankstellen um rund 60 Cent auf 2,18 Euro je Liter gestiegen. Das Landwirtschaftsministerium verweist auf den EU-Schnitt der Agrardiesel-Vergütung von 31 Cent, um die heimische Produktion gegenüber dem Ausland konkurrenzfähig zu halten. Zusätzlich zur nationalen Entlastung fordert Totschnig auf EU-Ebene ein rasches Handeln bei den Düngemittelpreisen, etwa durch ein temporäres Aussetzen der CO2-Grenzsteuer, da die Blockade der Straße von Hormuz die weltweite Versorgung massiv beeinträchtigt. (Schluss)
3.137 Anschläge
-
Empfehlen
-
Drucken
-
PDF downloaden
-
RTF downloaden