Donau Soja präsentiert bewährtes Lieferkettenmodell im Europäischen Parlament
Ernährungssicherheit aus Europa stärken
„Toward a European Protein Strategy: Challenges, Prospects, Solutions“ – unter diesem Titel brachten Donau Soja und der „Ukrainian Agribusiness Club“ (UCAB) vergangene Woche ihre gemeinsame Vision nach Brüssel und organisierten eine Podiumsdiskussion im Europäischen Parlament. Die Botschaft von Aurélie Tournan, General Manager von Donau Soja: „In der EU sind wir nur zu 8 % selbstversorgend. Wenn wir echte Ernährungssouveränität erreichen wollen, müssen wir die europäische Herkunft unserer Futter- und Lebensmittel kennen, stärken und absichern.“ Bewährte Ansätze existieren bereits – zertifizierte europäische Lieferketten sind erprobt und skalierbar. Was fehlt: Eine Proteinstrategie, die regionale Modelle stärkt und politisch absichert.
Mehr als 90 % der europäischen Sojaimporte stammen derzeit aus nur drei Überseeländern – eine strukturelle Abhängigkeit, die das gesamte Ernährungssystem anfällig für Lieferausfälle, geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und Preisschwankungen macht. Mehr Soja aus europäischer Herkunft – also in Europa angebaut und verarbeitet – ist der direkteste Weg, diese Risiken zu verringern. Donau Soja machte in Brüssel deutlich: Das landwirtschaftliche Potenzial ist vorhanden, und wirtschaftlich tragfähige Modelle gibt es bereits. Zertifizierte europäische Soja-Lieferketten reduzieren nachweislich die Importabhängigkeit und stärken zugleich Ernährungssicherheit und regionale Wertschöpfung. „Ernährungssicherheit betrifft uns alle, und nachhaltige Landwirtschaft macht unsere Versorgung widerstandsfähiger. Europa hat die Standards, die Modelle und den Markt, um zu handeln. Jetzt brauchen wir politischen Rückhalt für regionale Wertschöpfungsketten und weniger Importabhängigkeit“, so Aurélie Tournan.
Außerdem ist die Diversifizierung der Beschaffung für die EU eine strategische Notwendigkeit. Das zeigt das Beispiel Ukraine: Eine stetig steigende Sojaproduktion und die wachsende Angleichung an EU-Agrarstandards sind wichtige Entwicklungen. Faire Wettbewerbsbedingungen für europäische Landwirt:innen entstehen jedoch erst durch klare, einheitliche Rahmenbedingungen wie den Europe Soya Standard – nachhaltig angebaut, gentechnikfrei und ohne Beitrag zur Entwaldung. Seit über einem Jahrzehnt baut Donau Soja ein paneuropäisches Netzwerk aus Landwirt:innen, Verarbeiter:innen, Einzelhandel und Zivilgesellschaft rund um diesen gemeinsamen Referenzrahmen auf und zeigt, was möglich ist, wenn Zertifizierung, Marktentwicklung und starke Partnerschaften zusammenkommen.
60 % lokale Beschaffung in Österreich und klare Handelssignale aus Deutschland
Als der österreichische Geflügelwirtschaftsverband (GWÖ) zertifiziertes europäisches Soja zum Standard für alle Produzenten machte, entstanden genau die Voraussetzungen, die regionale Lieferketten brauchen: eine verlässliche jährliche Nachfrage, die bewusst mit zertifiziertem europäischem, gentechnikfreiem Soja statt mit Importen gedeckt wurde. Donau Soja stellte dafür den Zertifizierungsrahmen, technische Unterstützung und die Vernetzung entlang der Lieferkette bereit. Das Ergebnis: Mehr als 60 % des in der österreichischen Eierproduktion eingesetzten Sojas werden heute im Inland angebaut und verarbeitet. Dadurch werden mehr als eine Million Tonnen CO₂-Emissionen eingespart, und die Wertschöpfung bleibt in der Region.
Auch im Lebensmitteleinzelhandel zeigt sich, wie wirksam solche Marktimpulse sind: In Deutschland wird im Rahmen von EDEKAs Tierwohl-Eigenmarke „Hofglück“ Europe Soya-zertifiziertes Soja eingesetzt. Solche Signale aus dem Handel schaffen Verlässlichkeit und machen Investitionen in regionale Produktion für Erzeuger wirtschaftlich attraktiv.
Von der Praxis zur Politik: Regionale Soja-Wertschöpfungsketten ausbauen
Mit diesen Beispielen konnte Donau Soja in Brüssel zeigen, dass regionale europäische Soja-Lieferketten wirtschaftlich tragfähig sein können – wenn ein glaubwürdiger Zertifizierungsstandard mit verbindlichen Zusagen von Genossenschaften, Produzenten oder dem Handel zusammenkommt. Die Modelle sind da, die Infrastruktur ist vorhanden. Was Europa jetzt braucht, ist ein gezielter und ganzheitlicher politischer Rahmen für Soja und Leguminosen, um diese Ansätze breiter und schneller auszurollen.
Dazu gehören eine stärkere Förderung von Eiweißpflanzen in der GAP (Gemeinsame Agrarpolitik), die gezielt Anreize für Landwirt:innen setzt, mehr Leguminosen anzubauen, und zugleich bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für den Sojaanbau in Europa schafft. Ebenso wichtig ist eine klare Herkunftskennzeichnung, die Verbraucher:innen mehr Transparenz und Orientierung bietet und so die Nachfrage nach regionalen Wertschöpfungsketten stärkt. (Schluss)
Mehr als 90 % der europäischen Sojaimporte stammen derzeit aus nur drei Überseeländern – eine strukturelle Abhängigkeit, die das gesamte Ernährungssystem anfällig für Lieferausfälle, geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und Preisschwankungen macht. Mehr Soja aus europäischer Herkunft – also in Europa angebaut und verarbeitet – ist der direkteste Weg, diese Risiken zu verringern. Donau Soja machte in Brüssel deutlich: Das landwirtschaftliche Potenzial ist vorhanden, und wirtschaftlich tragfähige Modelle gibt es bereits. Zertifizierte europäische Soja-Lieferketten reduzieren nachweislich die Importabhängigkeit und stärken zugleich Ernährungssicherheit und regionale Wertschöpfung. „Ernährungssicherheit betrifft uns alle, und nachhaltige Landwirtschaft macht unsere Versorgung widerstandsfähiger. Europa hat die Standards, die Modelle und den Markt, um zu handeln. Jetzt brauchen wir politischen Rückhalt für regionale Wertschöpfungsketten und weniger Importabhängigkeit“, so Aurélie Tournan.
Außerdem ist die Diversifizierung der Beschaffung für die EU eine strategische Notwendigkeit. Das zeigt das Beispiel Ukraine: Eine stetig steigende Sojaproduktion und die wachsende Angleichung an EU-Agrarstandards sind wichtige Entwicklungen. Faire Wettbewerbsbedingungen für europäische Landwirt:innen entstehen jedoch erst durch klare, einheitliche Rahmenbedingungen wie den Europe Soya Standard – nachhaltig angebaut, gentechnikfrei und ohne Beitrag zur Entwaldung. Seit über einem Jahrzehnt baut Donau Soja ein paneuropäisches Netzwerk aus Landwirt:innen, Verarbeiter:innen, Einzelhandel und Zivilgesellschaft rund um diesen gemeinsamen Referenzrahmen auf und zeigt, was möglich ist, wenn Zertifizierung, Marktentwicklung und starke Partnerschaften zusammenkommen.
60 % lokale Beschaffung in Österreich und klare Handelssignale aus Deutschland
Als der österreichische Geflügelwirtschaftsverband (GWÖ) zertifiziertes europäisches Soja zum Standard für alle Produzenten machte, entstanden genau die Voraussetzungen, die regionale Lieferketten brauchen: eine verlässliche jährliche Nachfrage, die bewusst mit zertifiziertem europäischem, gentechnikfreiem Soja statt mit Importen gedeckt wurde. Donau Soja stellte dafür den Zertifizierungsrahmen, technische Unterstützung und die Vernetzung entlang der Lieferkette bereit. Das Ergebnis: Mehr als 60 % des in der österreichischen Eierproduktion eingesetzten Sojas werden heute im Inland angebaut und verarbeitet. Dadurch werden mehr als eine Million Tonnen CO₂-Emissionen eingespart, und die Wertschöpfung bleibt in der Region.
Auch im Lebensmitteleinzelhandel zeigt sich, wie wirksam solche Marktimpulse sind: In Deutschland wird im Rahmen von EDEKAs Tierwohl-Eigenmarke „Hofglück“ Europe Soya-zertifiziertes Soja eingesetzt. Solche Signale aus dem Handel schaffen Verlässlichkeit und machen Investitionen in regionale Produktion für Erzeuger wirtschaftlich attraktiv.
Von der Praxis zur Politik: Regionale Soja-Wertschöpfungsketten ausbauen
Mit diesen Beispielen konnte Donau Soja in Brüssel zeigen, dass regionale europäische Soja-Lieferketten wirtschaftlich tragfähig sein können – wenn ein glaubwürdiger Zertifizierungsstandard mit verbindlichen Zusagen von Genossenschaften, Produzenten oder dem Handel zusammenkommt. Die Modelle sind da, die Infrastruktur ist vorhanden. Was Europa jetzt braucht, ist ein gezielter und ganzheitlicher politischer Rahmen für Soja und Leguminosen, um diese Ansätze breiter und schneller auszurollen.
Dazu gehören eine stärkere Förderung von Eiweißpflanzen in der GAP (Gemeinsame Agrarpolitik), die gezielt Anreize für Landwirt:innen setzt, mehr Leguminosen anzubauen, und zugleich bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für den Sojaanbau in Europa schafft. Ebenso wichtig ist eine klare Herkunftskennzeichnung, die Verbraucher:innen mehr Transparenz und Orientierung bietet und so die Nachfrage nach regionalen Wertschöpfungsketten stärkt. (Schluss)
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